Mission Kwasizabantu

„Heilige Unzufriedenheit“

Tags:

Zusammenfassung der Predigt von Friedel Stegen, 13. Juli 2014

Apg. 4, 29-32 „Und nun, HERR, siehe an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit aller Freudigkeit zu reden dein Wort, und strecke deine Hand aus, dass Gesundheit und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus. Und da sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, da sie versammelt waren; und sie wurden alle des Heiligen Geistes voll und redeten das Wort Gottes mit Freudigkeit. Die Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; auch keiner sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemein.“
In diesen Tagen habe ich das Buch der Apostelgeschichte betend gelesen. Ich sagte: „Herr, wenn du das in der ersten Kirche tun konntest, warum kannst du das heute nicht tun?“ Ich kann mich nicht mit weniger zufrieden geben. So viele Dinge kamen mir in den Sinn, dass ich überlegte: warum ist es heute nicht so? Warum habe ich nicht das, was sie hatten – die Kühnheit zu gehen und zu predigen? Oder bin ich in einem Zustand, wo ich jedem gefällig sein will, um ruhig zu leben? Petrus, Johannes und andere predigten das Evangelium, und wo sie gingen, geschah etwas. In kurzer Zeit verbreitete sich das Evangelium im ganzen Land.
Wir können sagen, dass es etwas Neues für sie war. Die Leute hatten das Evangelium nicht gehört. Wir können sagen, wir brauchen nicht das, was die erste Kirche hatte, und wir erkennen nicht, dass es heute wichtiger ist als in der Zeit der Apostel. Es gibt mehr Heiden heute als zu jener Zeit. Wir sollten den Menschen sagen, was auf Golgatha geschehen ist. Vielleicht gibt es eine Blockade in unserem Leben, und aus diesem Grund haben wir diese Kühnheit nicht. Damals sagten sie den Leuten, was sie gesehen hatten. Die Frage kam immer und immer wieder an sie heran. Haben wir das nicht mehr in unserem Leben? Wir haben unsere Sünden bekannt und bereut und dann sind wir selbstgefällig geworden und erkennen nicht, dass, wenn wir diesen Boden der Selbstgefälligkeit betreten, wir den wahren Boden verlieren. Ich folge den Herrn Jesus und ich tue nicht, was die Welt tut, und ich werde selbstgefällig und faul. Ich bin gerettet und ich bin mit dem, was ich habe, voll und ganz zufrieden. Wenn das passiert, sind wir auf gefährlichem Boden. Wir fühlen uns glücklich und geschützt. Wir gehen sonntags in die Kirche und wir sind zufrieden. Wir besuchen die Abendandacht. Alles scheint so gut zu sein. Ich genieße die Gemeinschaft der Mitchristen. Ich habe alles, was ich brauche.
Ich bin in der Gemeinde von Laodizea (Offb. 3,17). Sie sagten: „Ich bin reich. Ich habe alles, was ich will. Ich brauche sonst nichts.“ Das ist eine Gefahr, in die wir Christen kommen, wenn wir selbstgefällig werden. Wir haben die Wahrheit. Die Leute sagen, ihr seid privilegiert, dass ihr das Evangelium jeden Sonntag hört. Es ist ein Privileg, bei KSB zu sein. Ihr seid geschützt. Ihr seid reich. Ihr könnt euch zurücklehnen. Wir aalen uns in der Sonne an diesem Ort. Es ist so gut, hier und unter den Christen zu sein. Wir haben alles, was wir wollen. Wir sind so reich und darin ruhen wir uns aus. Ich bin voll und ganz zufrieden, aber ich habe nicht, was die erste Kirche hatte. Wir können so stumpf und blind werden, dass wir es nicht erkennen, und denken, dass wir reich sind. Wir erkennen nicht, dass wir arm sind, nackt und es nicht sehen. Wenn ich die erste Kirche mit meinem Leben und unserer Gemeinde vergleiche, besteht die Gefahr, dass ich sage, ich habe die Wahrheit und ich brauche nichts mehr. Wir erkennen nicht, dass wir in der größten Gefahr sind, blind zu sein. Wenn wir in diesen Zustand gekommen sind, beginnen wir zu kritisieren und Fehler zu finden. Wir zeigen auf andere Personen.
Schauen Sie Ihr Leben an und sehen Sie, ob sich Dinge, die am Anfang nicht da waren, wieder eingeschlichen haben. Zum Beispiel, dass Sie Fehler finden und sehen an ihren Mitmenschen, und dann sehen Sie nicht, dass Sie selbst die Verlierer sind. Es gab eine Zeit, als ich nur darum besorgt war, dass mein Leben mit Gott in Ordnung war. Ich erlebte Gott jeden Tag. Er, der Heiligen Geist, zeigte mir und verurteilt mich wegen der Sünde, und ich brachte die Werke des Bösen ans Licht. Der gerechte Gott schließt der Sünde gegenüber nicht ein Auge zu. Ich wollte, dass seine Gerechtigkeit in meinem Leben ist und dass es nichts in meinem Leben gibt, das das Wirken Gottes behindern würde. Es ist so einfach, Fehler zu finden. Die Apostel konnten nur über das, was sie erlebt hatten, sprechen. Alles war jeden Tag neu. Jeder sprach darüber. Ist mein Leben überfließend, dass ich nicht anders kann, als über die Erfahrungen, die ich mit Gott jeden Tag erlebe, zu sprechen? Ist es mein Verlangen, mehr von Jesus zu bekommen? Ist das mein Leben? Ist es das, was die Leute sehen? Bin ich in vollkommener Übereinstimmung mit anderen? Sie gaben es an die nächste Person weiter. Jeder hatte eine überfließende Kapazität. Ich konnte nur von dem sprechen, was Jesus getan hat, über die Dinge, die ewigen Wert haben. Bin ich eins mit denen, die den Herrn von ganzem Herzen dienen? Christen suchen heute die Fehler der nächsten Person. Sie sehen nur, was falsch in der nächsten Person ist. Das war die Gefahr der Laodizea Kirche. Sie hatten Reichtum und das reine Evangelium. Sie wussten nicht, dass sie blind und nackt waren. Wir wünschen ein Leben, das leicht und ohne Durcheinander ist. Der Herr Jesus sagt dieser Gemeinde, dass sie gereinigtes Gold, das durchs Feuer gegangen ist, kaufen soll. Es mag sein, dass ich Hass erlebe, jeder ist gegen mich. Oder Krankheit oder was auch immer der Herr mir sendet, aber das geschieht darum, weil alles zusammen mir nur zum Besten dienen soll. Der Herr sagt, dass es das Gold ist, das wir bringen sollen. Wir sollten siegreich durch die Drangsal gehen, so dass wir ein gereinigtes Gold sind. Es muss reines Gold sein. Jedes Teilchen von Staub und fremdem Stoff im Gold muss weggeschafft werden. Das Feuer tut das. Schließlich ist es das reinste Gold, weil es durch das Feuer gegangen ist. Wenn Schwierigkeiten kommen, erkennen Sie dann, dass es Gott ist, der Sie reinigt? Der Herr Jesus sagt: „Suche danach, frage danach, dass ich dein Leben so reinige, dass nur das reinste Gold übrig ist. Ich rate dir, Gold von mir zu kaufen, das durch das Feuer gereinigt worden ist.“ Ich bete: „Herr, reinige mich, so dass nichts Fremdes mehr in meinem Leben existieren kann und dass ich an nichts anderes denken kann, als dass mein Leben wie das des Herrn Jesus Christus ist. Ich will nicht von jemand aufgehalten werden, aber ich möchte sein wie DU.“
Öffne mir die Augen, so dass ich meine Blindheit sehe. Ich bin zufrieden, ich habe alles und ich sehe nicht, dass ich blind bin. Der Herr sagt: „Komm und kaufe Augensalbe, so dass du wieder sehen kannst.“ Wenn ich blind bin, kann ich nicht meine Nacktheit sehen. Wir können eine Kirche sein, die blind ist und nicht mehr die eigenen Fehler sehen kann. Wir sehen unsere Nacktheit nicht. Wir haben alles. Die Gefahr ist, dass wir in eine Selbstzufriedenheit gleiten. Ich bin vollkommen zufrieden mit Menschen, die über andere reden und deren Fehler finden. Es ist mir ganz bequem, solange die Menschen nicht über mich reden. Das ist die Gefahr, in der diese Kirche war. Sie wussten nicht, dass sie blind und nackt waren. Wir sind warm, aber auch kalt und wir sind in lauwarmem Wasser zufrieden, in dem Bakterien gedeihen. Heißes Wasser tötet und kaltes Wasser gefriert, aber es ist so leicht, dass wir Christen infiziert werden durch Lauheit. Ich flehe zu Gott, dass ich nie lau sein möge, sondern dass das reinste Gold in mir zu finden sei. Ich brauche seine Augen, um zu sehen. Der Herr sagt: „Kaufe Gold und weiße Kleider von mir.“ Weiße Kleider zu kaufen, die durch das Blut des Herrn Jesus gereinigt wurden. Es ist nur das Blut des Herrn Jesus, das reinigt, so dass wir weiße Kleider, die unsere Nacktheit bedecken, erhalten. Mein Gebet ist, dass mein Leben so ist, wie das Gold, das von diesem Feuer gereinigt ist, dass meine Nacktheit mit diesem weißen Kleid abgedeckt wird. Wann zuletzt haben Sie für dieses weiße Kleid und dieser Salbe gebetet, so dass Sie wieder sehen können? Gott sagt: „Wen ich lieb habe, den erziehe ich.“
Wir müssen es dem Herrn Jesus erlauben, in unserem Leben zu wirken und uns zu reinigen. Der Herr Jesus hat versprochen, uns zu reinigen und zu erziehen. Uns gefällt das nicht. Wir wollen andere korrigieren, aber wir wollen nicht selbst erzogen werden, weil es uns zu schwierig ist. Wir erkennen nicht, dass, wenn er uns erzieht, es darum geschieht, weil er uns liebt. Alles geht schief und wir sagen, wir können nicht mehr. Dann folgen wir dem leichteren Weg. Wir wollen nach unseren Wünschen leben und so werden wir uns an den Teufel verkaufen, aber wenn Jesus uns erzieht, dann tut er es, weil er uns liebt, und möge er damit weiter machen, bis sein Ziel in unserem Leben erreicht ist. Erziehung ist schmerzlich. Ich sage: „Herr, ich möchte, das akzeptieren, weil du mich liebst.“ Lasst uns dem Herrn treu sein, so dass wir das haben, was die Apostel hatten. Ob es schwierig ist oder nicht, wir wissen, dass der Herr Jesus uns liebt.
Wo immer der Herr kranke Menschen sah, half er. Wo es einen Sturm gab, der Herr Jesus war da. Er war da, um zu helfen und zu unterstützen. Wo immer er helfen konnte, tat er es. Der Herr Jesus erwartet das auch von uns. Ich habe keine Zeit für etwas anderes. Wo immer Menschen Hilfe brauchten, der Herr Jesus war da. Wenn ich ein wahrer Jünger bin, erwartet Jesus von mir, dass ich wie ER handle. Ich werde an Philippus erinnerte, der sagte: „Ich habe nicht den Vater gesehen.“ Jesus sagte: „Hast du mich nicht gesehen? Wir sind eins. Wenn du mich siehst, siehst du den Vater. Wenn du mich siehst, hast du Christus gesehen. Philippus, du bist mit mir gewesen und du hast den Vater nicht gesehen?“ Vater, öffne meine Augen, damit ich sehe, wie DU siehst, und dass, wo immer ich hingehe, ich dem Herrn Jesus ähnlicher werde. Oh, dass unser Leben so sein würde. Möge unser Leben unseren Herrn und Heilandes Jesus Christus widerspiegeln. Ich kann nicht mit weniger zufrieden sein, weil der Herr Jesus unsere volle Erlösung für uns errungen hat. Es sollte die einfachste Sache sein, Seelen für ihn zu gewinnen. Die Apostel predigten eine Predigt, und dreitausend kamen zum Glauben und dann kamen fünftausend. Die Menschen müssen etwas in ihrem Leben gesehen haben. Die Pharisäer sagten, dass sie ungebildet waren, aber sie hatten etwas. Wir haben keine Entschuldigung, Freunde. Wenn sie es tun können, so können wir es auch. Möge die Schönheit des Herrn Jesus in uns gesehen werden, so dass sie erkennen, dass der Herr Jesus lebendig ist, weil ich wie ER handle und reagiere. Es sollte die einfachste Sache sein, Seelen für den Herrn zu gewinnen. Ich laufe das Rennen, so dass ich Jesus ähnlicher sein kann.

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 22. Juli 2014 um 19:51 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Predigt KSB Südafrika abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

«  –  »

Keine Kommentare

No comments yet.

Sorry, the comment form is closed at this time.

Informationen

Rubriken

KSB Standorte

Linkliste

Archive

Stichworte

Meta

 

© Mission Kwasizabantu Süddeutschland e.V. – Powered by WordPress