Mission Kwasizabantu

6. Februar 2011 – „Ein Vorbild sein“

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(Auch Verlobung von Martus de Wet & Caroline Husslig)

Zusammenfassung der Predigt von Rev. Erlo Stegen

„Niemand verachte deine Jugend; sondern sei ein Vorbild den Gläubigen im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit.“ (1 Tim. 4:12)

Wir sind dazu berufen, ein Vorbild zu sein den Gläubigen sowie auch den Ungläubigen.

Als Martus drei Jahre alt war, sah er seine Mutter neben ihrem Bett knien und in der Bibel lesen. Er fragte sie, warum sie das tue, und sie erklärte es ihm. Dann sagte er, dass er es auch tun wolle, und er kniete sich neben sie. Er wollte, dass Gott auch zu ihm spricht, und so gab er sein Leben dem Herrn.

Siehst du, wie wichtig es ist, ein Vorbild zu sein, sogar gegenüber einem kleinen Kind?

Als er aufwuchs, sah er seinen Vater predigen, und er fasste den Entschluss, auch predigen zu wollen wie sein Vater. Momentan studiert er noch Jura und hilft in des Herrn Werk. Wir müssen an erster Stelle dem Herrn treu sein, aber auch den Menschen, wie ein deutsches Sprichwort sagt: „Ein Mann, ein Wort“.

Eine Untersuchung stellt fest, dass, wenn beide Elternteile die Kirche regelmäßig besuchen, 72 % der Kinder dies auch tun und dem Herrn treu bleiben werden. Wenn nur der Vater zum Gottesdienst geht, bleiben 55 % der Kinder treu, und wenn nur die Mutter zur Kirche geht, bleiben nur 15 % treu. Wenn die Eltern nicht zur Kirche gehen, sind 6 % der Kinder Kirchgänger. Auch dies zeigt, wie wichtig die Eltern als Vorbild sind.

Andrew Murray war ein gesegneter Prediger, der in seiner Kirche Erweckung erlebte. Aber er hatte viele Gegner, sogar in seiner eigenen Gemeinde. Einige sagten, sein christlicher Standard sei zu hoch. So wurden eines Tages zwei Leute zu ihm geschickt, die ihn für zwei Wochen begleiten sollten und dann den anderen Verantwortlichen berichten mussten, was sie erlebt hatten. Sie sagten, er predige nur halb so ernst wie er lebe. Sein Leben sei ein größeres Vorbild als sein Predigen.

Martin Luther sagte über Nikolaus Hausmann: „Was er predigt, das lebt er auch.“

Bist du ein gutes Vorbild? Wenn nicht, bringst du ein schlechtes Licht auf das Christentum.

Manche Menschen wollen nur „phelezela“, das ist ein Zuluwort und bedeutet, sie wollen dabei sein. Sie sind willig, mit anderen den Weg zu gehen, aber wollen nie selber als Beispiel vorangehen. Sie schwimmen in der Masse.

Du musst aufhören, anderen hinterherzurennen, geh als Vorbild voran. Zeige anderen durch dein Beispiel das echte Christentum.

Wie bist du? Zeigst du anderen den richtigen Weg?

Während der Erweckung gab es Schlüsselwahrheiten, die Gott gebrauchte, um zu uns durchzudringen und seine wunderbare Arbeit und Kraft zu verherrlichen.

Auch während der Reformation im 16ten Jahrhundert gebrauchte Gott Männer wie Martin Luther und offenbarte ihnen durch den Heiligen Geist das Wort „Rechtfertigung allein durch den Glauben”!

Gott hat dieses Wort gebraucht, um Fundamente zu erschüttern und seine allmächtige Kraft zu offenbaren. Es ist schlimm, wenn sogenannte Christen leichtfertig meinen, durch den Glauben gerettet zu sein, aber ihr Leben ist nicht anders als das der Weltmenschen!

Im 18ten Jahrhundert, als die Erweckung um John Wesley herum begann, wirkte Gott durch die Botschaft von der vollkommenen Liebe („perfect love“). Die Wahrheit über Gottes Liebe und seine Fähigkeit, Menschen mit dieser Liebe zu erfüllen, verbreitete das Erweckungsfeuer. Lest 1.Korinther 13 und ihr werdet über die Liebe Gottes staunen. Die vollkommene Liebe steht auch im Zusammenhang mit der ersten Liebe. Lebst du in der ersten Liebe, die du hattest, als du dich bekehrt hast? Wächst sie jeden Tag?

Dass die Liebe Gottes Besitz von unserem Leben ergreift, ist von größter Wichtigkeit im Dienste des Herrn, um ein Mitarbeiter zu sein.

Jesus fragte Petrus drei Mal: „Liebst du mich?“; denn dem Herrn war die vollkommene Liebe (Agape) seiner Jünger wichtig. Denn diese Agape-Liebe ist nötig, wenn man das Evangelium verkündigt.

Wenn dein Dienst nicht aus der Liebe (Agape) hervorgeht, dann wird er nicht bestehen.

Welche Art der Liebe hast du? Ist es die Liebe Gottes? Die Bibel sagt von der Liebe Jesu zu seinen Jüngern, dass er sie bis zum Ende liebte! Sogar beim letzten Abendmahl nannte Jesus Judas einen „Freund“ wegen seiner Liebe zu ihm.

Petrus war gewiss, dass er den Herrn nicht verleugnen würde, auch wenn alle anderen ihm untreu sein würden. Aber er verleugnete den Herrn im Kampf.

Jesus sagte über die Pharisäer: „Alles, was sie lehren, das tut, aber tut nicht, was sie tun!“. Es sollte kein Unterschied zwischen Rede und Tat in deinem Leben sein.

Wenn da ein Unterschied ist, bist du ein Heuchler.

Als Jesus predigte, haben die Leute erkannt, dass er nicht wie die Pharisäer ist. Er hatte Autorität, weil er lebte, was er sagte.

Die sieben Söhne des jüdischen Hohepriesters Skevas (Apg. 19) waren beeindruckt von Paulus und von der Wahrheit seiner Lehre überzeugt. Also entschieden sie sich, einen bösen Geist im Namen Jesu, den Paulus predigte, auszutreiben. Der besessene Mann sagte zu ihnen: „Jesus und Paulus kenne ich, aber wer seid ihr?“ Er sprang jedoch auf sie, verwundete sie, und sie flohen nackt aus dem Haus.

Der Teufel wird mit dir spielen, wenn du das Evangelium nicht lebst.

Als Vorbild voranzugehen, führt oft dazu, dass Gott in seiner Kraft wirkt. Es wird eine Geschichte von einem Abendmahlsgottesdienst erzählt, der vor langer Zeit in einer amerikanischen Kirche stattfand. Sie hatten die Tradition, dass es nur einen Becher Wein gab, aus dem die ganze Gemeinde nacheinander trank. Es war zur Zeit der Rassentrennung. Der erste Mann, der zum Abendmahlstisch ging, war zum Entsetzen der Gemeinde ein Schwarzer. Er trank aus dem Becher, und die Gemeinde wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Plötzlich stand ein weißer Mann auf, kniete sich neben den Schwarzen und trank aus dem Becher. Diese Aktion brach das „Eis“.  Die ganze Gemeinde war durch diese Tat gerührt. Sie kamen alle nach vorne und tranken aus dem Kelch des Herrn.

Ein weiteres Beispiel: Ein junger Christ wurde zum Wehrdienst eingezogen. Die erste Nacht in einer Kaserne mit vielen anderen Wehrpflichtigen brach an, und der Junge fragte sich, ob er sich wie gewohnt an seinem Bett niederknien sollte, um zu beten und die Bibel zu lesen. Er kämpfte mit den Gedanken und Gefühlen. Schließlich neigte er sich zum Gebet und zur Bibellese durch die Leitung des Heiligen Geistes vor seinem Bett nieder. Alle anderen Kollegen folgten seinem Vorbild und knieten sich am Bett nieder. Gott nutzte das mutige Zeugnis dieses Soldaten, um ein klares Beispiel für den Herrn zu sein.

Zu Beginn der Erweckung fühlte ich mich dazu gedrungen, die Apostelgeschichte zu studieren. Wir begannen mit dem ersten Vers:

„Die erste Rede habe ich getan, lieber Theophilus, von alle dem, das Jesus anfing, beides, zu tun und zu lehren,“ (Apostelgeschichte 1,1).

Was Jesus lehrte und lebte war in Harmonie miteinander. Bevor du deinen Mund auftust, muss dein Leben sprechen. Oft trägt das Gesagte keine Früchte, wenn das Leben nicht ein Beispiel dafür ist.

In Reinheit verlobt zu werden und zu heiraten, muss hervorgehoben werden. Keine Nation oder Religion kann dem Beispiel der Reinheit widerstehen.

Durch Umkehr und den Glauben an Jesus Christus kannst du als Vorbild vorangehen. Du kannst ein Vorbild für alle Nationen sein. Was du tust, zählt wesentlich mehr, als was du sagst.

Dieser Beitrag wurde am Montag, 14. Februar 2011 um 22:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemeines, Predigt KSB Südafrika abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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