Mission Kwasizabantu

23. Mai 2010 – „Richtiges Sündenbekenntnis“

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Zusammenfassung der Predigt von Rev. Erlo Stegen

Sprüche 28,13: „Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen, wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“

Es gibt keinen Fortschritt für den, der seine Sünde verbirgt.

Schauen wir uns sechs Menschen an, die ihre Sünden gebeichtet haben, aber nur einer fand Vergebung. 

1) Die erste Person hatte ein hartes Herz.

„Und der Pharao sandte hin und ließ Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dieses Mal gesündigt. Der Herr ist gerecht, und ich und meine Leute sind böse.“ (2. Mose 9,27). Er gestand seine Schuld ein, er sagte: „Ich habe gesündigt und ich und meine Leute sind böse.“
Er war aber ein stolzer und arroganter Mensch. Warum hat er seine Sünde mit seinem eigenen Munde bekannt? Er tat es deshalb, weil Mose, der vor ihm stand, zu Gott gebetet hatte, und der Herr  starke Gewitter mit Donner, Blitz und Hagel gesandt hatte. Seit es Ägypten gab, hatte es nie einen solchen Hagelsturm wie an diesem Tag gegeben. Blitze zuckten hin und her, bis sie ein Feuer entzündet hatten. Es war ein furchterregender Anblick.
Als der Pharao das sah, sagte er: „Ich habe gesündigt“. Er sagte es aus Angst. Er gestand seine Schuld, während der Sturm tobte, aber als der Sturm zu Ende ging, ging auch seine Beichte zu Ende.
Das Bekenntnis seiner Sünde brachte ihm keine Vergebung. Es gibt viele Menschen wie Pharao, die ihre Sünden bekennen, wenn etwas Schlimmes mit ihnen passiert, wenn sie zum Beispiel  Not oder Tod in der Familie erleben. Aber sobald die Schwierigkeit vorbei ist, endet auch ihre Reue.
Es kommt vor, dass ein Mensch in einer schwierigen Zeit sich zu Gott wendet und Gelübde macht, aber nach einer Weile vergisst er alles, was er Gott versprochen hat.

Die Beichte ist der erste Teil der Reue, aber wenn Ihr Leben diese Reue nicht bezeugt, bedeutet Ihr Sündenbekenntnis nichts.

2) Die nächste Person ist Bileam. Er war ein Mann mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite würde er sagen: „Ich habe gesündigt“ und so von seinem bösen Handeln überzeugt sein, aber auf der anderen Seite tat er dann weiterhin Böses. Er hatte ein geteiltes Herz.
Als er auf dem Esel ritt und der Engel ihm begegnete, sagte er: „Ich habe gesündigt“, aber er setzte seinen Weg fort. Er war leicht zu beeinflussen. Er bog sich einmal in die gute Richtung und dann wieder zum Bösen. Auf der einen Seite war er wie Satan und auf der anderen Seite so heilig und fromm. Manchmal würde er die Wahrheit sagen, heilige und kostbare Worte reden, aber zu anderen Zeiten wäre er voller Eifersucht und Liebe zum Geld. Als der König von Moab ihn gebeten hatte zu kommen und den Israeliten zu fluchen, sagte er: „Sie sind das Volk Gottes, wie kann ich sie verfluchen“. Aber als der König große Reichtümer anbot, gehorchte er ihm schließlich wegen seiner Liebe zum Geld.
Er konnte so gut sein, aber gleichzeitig so böse. Er hatte einen verdorbenen Charakter. Er stand für zwei Dinge. Gottes Wort sagt: „Niemand kann zwei Herren dienen“. Aber Bileam versuchte, beiden zu dienen, Gott und seinen eigenen Interessen, Geld und Ruhm.
Er war wie jene, die das Land Israel bewohnten, nachdem Israel ins Exil ging. Sie fürchteten Gott und verneigten sich auch vor anderen Göttern und dienten ihnen.

Gibt es einige unter uns, die genauso sind – zweigeteilt? Sie sehen in der Kirche  so fromm aus, aber auf dem Nachhauseweg gehen sie in ein Wirtshaus für einen Drink oder Klatsch und um über andere zu reden, oder um zu kämpfen und zu stehlen. Wer keine Unterscheidung hat, freut sich, wenn solche Leute ihre Sünde eingestehen, aber eine solche halbe Umkehr bewirkt keine Vergebung oder Erlösung.

  3) Die dritte Person ist der erste König von Israel, König Saul. „Und Saul sprach zu Samuel: Ich habe gesündigt, denn ich habe das Gebot des HERRN und deine Worte übertreten, denn ich fürchtete das Volk und gehorchte seiner Stimme.“ (1. Samuel 15,24). Sein Geständnis war heuchlerisch. Seien Sie sich im klaren über das richtige Sündenbekenntnis. Manche sagen, sie bekennen ihre Sünde, aber es hilft ihnen nicht. Es hilft ihnen darum nicht, weil sie so bekennen, wie wir es von diesen Menschen gehört haben. Sie gestehen ihre Sünde entweder mit einem harten Herzen oder sie sind zweigeteilt oder sie sind stur wie Saul. Saul war eigensinnig. Er sagte, er hätte Angst vor den Menschen, aber das war nur eine Ausrede für seinen absichtlichen Ungehorsam, seinen eigenen Weg zu gehen. Er hatte einen verdorbenen Charakter, er wollte immer seinen eigenen Weg gehen.

  4) Die vierte Person ist Achan. „Und Achan antwortete Josua und sagte, ja ich habe gegen den HERRN, den Gott Israels gesündigt, und so und so habe ich getan:“ (Josua 7,20). Es war nicht klar, ob es ihm wirklich leid tat. Denn als Israel bei Ai eine Niederlage erlebt hatte, wurde ihnen gesagt, sich zu demütigen und am nächsten Tag Gott zu suchen. Doch Achan wartete mit seinem Sündenbekenntnis, bis er erwischt wurde. Es gab eine Zeit der Gnade, aber er nutzte sie nicht. Sein Geständnis scheint nichts bedeutet zu haben. Er starb trotzdem für seine Sünde.

Es gibt solche Menschen, die ihre Sünden bekennen, aber man ist unsicher, ob es wahre Reue ist oder nicht. Es ist wie bei einer „Totenbettbekehrung“ – sie erkennen ihre Sünde, kurz bevor sie sterben. Totenbettbekehrungen sind zweifelhaft. Ein bestimmter christlicher Arzt hat festgestellt, dass von denen, die auf ihrem Sterbebett sich bekehrt haben und dann wieder gesund wurden, weniger als 1% tatsächlich weiterhin dem Herrn dienten. Möge Gott Erbarmen mit uns haben, dass unsere Reue echt ist, nicht aus einem harten oder heuchlerischen Herzen, sondern aus einem weichen Herzen und in der Wahrheit. Möge Ihre Reue durch Ihr Leben und die gute Frucht zu sehen sein.

  5) Ein falsches Sündenbekenntnis ist auch dann der Fall, wenn die Hoffnung einer Person verschwunden ist und sie bekennt aus Verzweiflung wie Judas Ischariot.
Judas ging zu den Priestern, warf das Geld hin und sagte: „Ich habe gesündigt, dass ich unschuldiges Blut verraten habe.“ Er gestand seine Schuld ein aus Verzweiflung.

Da war einmal ein englischer Mann mit Namen Benjamin Keach. Er studierte und wurde Professor der Theologie, aber danach verließ er den Glauben und wurde ein Abtrünniger. Er hat seinen Beruf und seine Konfession verlassen und lebte in vielen groben Sünden.
Sein Todestag kam – ein schrecklicher Tag. Seine Freunde kamen, um ihn zu besuchen. Sie sagten: „Niemand konnte es 5 Minuten in seiner Gegenwart aushalten.“ Er sagte ihnen: „Geht weg, ihr könnt mir nicht helfen. Ich habe gegen den Heiligen Geist gesündigt. Ich bin wie Esau. Ich habe mein Erstgeburtsrecht verkauft. Mein Mund ist voller Kies. Ich trinke Wermut alle Zeit.“
Seine Freunde versuchten, mit ihm über Christus zu reden, aber er sagte: „Ich weiß, er ist der Erlöser, aber ich hasse ihn, und er hasst mich.“ Er starb mit dem Schrei: „Ich bin verloren, verloren!“

  6) Der letzten Person, die wir betrachten, wurde durch ihr Geständnis geholfen. Der verlorene Sohn sagte: „Vater, ich habe gegen den Himmel und gegen dich gesündigt“. Er wuchs in einem christlichen Elternhaus mit guten Eltern auf, aber er wandte sich von seiner Familie und Gott ab. Er ging in ein fernes Land und lebte ein gottloses Leben mit gottlosen Freunden. Er verbrachte sein ganzes Geld mit Alkohol, Drogen und Prostituierten.
Als sein Geld zu Ende ging, gingen auch seine Freundschaften zu Ende. Keiner hat ihn in sein Haus eingeladen oder wollte etwas mehr mit ihm zu tun haben.
Schließlich fand er eine Arbeit als Schweinehirte.
Für einen Juden war dies der niedrigste Stand, in den er fallen konnte. Sie hielten Schweine als unrein und wollten nichts mit ihnen zu tun haben. Eines Tages kam ihm ein Gedanke, denn Gott, der Heilige Geist, arbeitete an ihm. Er dachte, dass sein Vater zu Hause sei und er zu ihm gehen könne. Er sagte sich: „Ich werde aufstehen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: ‚Ich habe gegen den Himmel und dich gesündigt und bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Mach mich zu einem deiner Hilfsarbeiter ‚.“ Er sagte: „Ich werde gehen und meinen Vater bitten, dass ich sein Arbeiter sein darf, egal ob ich mitten in der Nacht aufstehen oder in der Hitze des Tages arbeiten muss“. Er bat um Vergebung mit einem gebrochenen Herzen. Er war bereit, zu gehen und in der Arbeiterunterkunft zu leben.

Aber als er noch weit entfernt von seinem Vater war, sah dieser ihn, lief ihm entgegen, umarmte ihn und nahm ihn voll Gnade und Barmherzigkeit auf.

Wer von diesen Personen sind Sie? Bekennen Sie Ihre Sünden in Demut und Wahrheit.

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 28. Mai 2010 um 21:06 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Predigt KSB Südafrika abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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