Mission Kwasizabantu

17. Mai 2009 – „Was beherrscht dich, dein Ego oder die himmlische Berufung?“

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Zusammenfassung der Predigt von Arno Stegen

Lukas 10,38 – 42
Jesus befindet sich im Hause Marthas und Marias, in dem er oft ein Gast war. Man kann gut verstehen, warum Jesus sie oft besucht hat. Sie hatten nicht nur ein offenes Haus, sondern auch offene Herzen. Sie waren aktiv mit dem Werk des Herrn beschäftigt. Manche Leute denken, dass  das Leben langweilig wird, wenn sie Christen werden. Aber wenn man ein Christ wird, fängt es erst richtig an. Dann beginnt die Arbeit. Bist du für den Herrn verfügbar? Kann er dich gebrauchen? Oder bist du noch mit anderen Dingen beschäftigt. Obwohl die Leute um dich herum für Gott arbeiten und du dich darüber freust, tust du selbst nichts.
Manche Menschen sind sehr (empfindlich und) faul. Sogar wenn sie andere sehen, die mit Gottes Arbeit überladen sind, kümmern sie sich nicht darum und machen selbst keinen Finger krumm, um ihnen zu helfen.
Wieder andere sind zu beschäftigt. Sie sind keine Faultiere, die nichts tun, sondern im Gegenteil sehr betriebsam. Sie laden Arme zum Tee ein und besuchen die Schwachen. Aber sie diskutieren und verleumden andere Kinder Gottes und beeinflussen damit die geistlich Schwächeren durch ihre Ideen. Sie bauen dadurch nicht Gottes Reich, sondern zerstören es. Obwohl sie behaupten, den Schwächeren zu helfen, tun sie mehr Schaden als Nutzen. Sie sind nicht einmütig vereint mit den Gotteskindern, sondern bilden eigene kleine Gruppen.
Aber, Gott sei gedankt, es gibt auch die wahren Diener Gottes. Sie tun Gottes Sache in Treue, sie helfen, unterstützen und bauen Gottes Werk auf.
Lasst uns nun betrachten, welche Dinge in dieser gesegneten Familie schief gelaufen sind und daraus lernen. Als Jesus in ihrem Hause war, predigte er den Anwesenden Gottes Botschaft. Es muss bemerkt werden, dass es keine kleine Angelegenheit war, Jesus einzuladen. Er kam nicht allein, seine Jünger und Nachfolger waren bei ihm. Wenn man Jesus einlud, kamen mit ihm viele Leute.
Als Jesus die Botschaft verkündete, saß Maria zu seinen Füßen. Maria war die jüngere Schwester, man kann also verstehen, warum Martha so reagiert hat. Aber lasst uns die Reaktion aus Gottes Augen betrachten. Lasst uns aus Gottes Perspektive auf die Sache schauen. Wenn wir Christus dienen, versucht unser Verstand oft, uns Dinge einzureden, anstatt dass wir die Sache im Lichte Gottes sehen.
Weil sie die Ältere in der Familie war (vielleicht waren ihre Eltern schon tot, denn wir lesen nichts von ihnen), kümmerte sie sich darum, dass alles seine Ordnung hatte. Die Verantwortung, ihnen zu dienen, lag auf ihr. Sie wollte die anderen erfreuen und ihnen dienen, aber sie tat nicht das Richtige. Trotz ihres Eifers zu dienen und die Aufgaben richtig zu machen, fühlten sich die Gäste nicht wohl. Sie scheint ein Perfektionist gewesen zu sein. Sie wollte, dass alles gleich beim ersten Mal funktionierte. Denk daran, dass sie nicht für des Teufels Werk arbeitete. Sie war überzeugt, das Richtige zu tun, aber sie berücksichtigte nicht, was die anderen dabei empfanden und wie der Herr dabei empfand. Sie wandelte im Fleisch, in ihrer alten, sündigen Natur, jedoch bemerkte sie es nicht. Das lehrt uns, dass unser Handeln falsch sein kann, auch wenn wir total davon überzeugt sind, das Richtige zu tun. Sie war so sehr überzeugt von ihrer eigenen Idee, dass sie zum Herrn ging und ihn tadelte! Wenn sie auf demütige Art zum Herrn gegangen wäre und ihn um Weisung gebeten hätte, hätte sie Leitung von ihm erhalten. Sie folgte nicht ihrer Berufung, sondern ihrem eigenen Ego.
Maria saß im „Rampenlicht“ und hörte auf Jesu Worte, während Martha im Hintergrund diente. Dies ist der Moment, in dem die Gesinnung des alten, neidischen Adams erwacht.
Auch wir Kinder Gottes sind leicht neidisch aufeinander, wenn wir unsere Berufung mit der eines anderen vergleichen. Du musst deiner Berufung treu sein.
Schaust du auf andere und auf ihr Werk oder bist du einfach treu und tust die Arbeit des Herrn und das, wozu er dich beruft?
Der Herr musste sie beruhigen, indem er zweimal ihren Namen aussprach: „Martha, Martha“. Manchmal überarbeiten wir uns so, dass der Herr uns zuerst beruhigen muss, denn wir denken nicht mehr logisch, geschweige denn geistlich. Sie dachte immer voraus und machte sich viele Sorgen. Wir sehen dies auch, als Jesus sie bittet, den Stein von dem Grab ihres verstorbenen und beerdigten Bruders Lazarus abzuheben. Sie wollte ihn aufhalten, da Lazarus schon vier Tage lang tot war. Der Teufel benutzt Zweifel und Sorge, damit du nicht glaubst. Es gibt Leute, die sich um so vieles sorgen, so dass sie nichts anderes mehr tun können. In demselben Moment, in dem sie etwas für den Herrn tun wollen, kommt der Teufel mit einem anderen Vorschlag: „Bist du sicher, dass du dieses tun solltest oder lieber etwas anderes?“ Deshalb gibt es talentierte Leute, die jedoch durch Sorgen unbrauchbar werden. Sie werden durch Zweifel von ihrer Berufung abgelenkt.
Achtet darauf, dass der Herr sie nicht für das tadelte, was sie tat, sondern für die Herzenseinstellung, mit der sie es tat. Denn man kann tatsächlich, während man die täglichen Arbeiten verrichtet, zu den Füßen Jesu sitzen. Gesegnet bist du, wenn der Herr zu dir spricht, während du den Traktor fährst, so dass du, wenn du die Arbeit beendet hast, mit des Herrn Wort gefüllt bist.
Setzt du deine Prioritäten richtig? Beide dienten dem Herrn, aber Marthas Herzenshaltung war nicht richtig. Siehst du die Dinge, wie Gott sie sieht?
Es ist wunderschön, dass später Maria und Martha dem Herrn gemeinsam dienten und Achtung voreinander hatten. Da respektierten sie ihre Berufung. Vor dem Passahfest sind sie wieder mit Jesus zusammen und Martha dient wieder. Diesmal ist sie jedoch ruhig.

Eine Person, die zu viel redet, ist geistlich unreif. Sie findet Fehler bei anderen Leuten und meint zu wissen, wie man die Dinge anfassen muss!
Mögest du deiner göttlichen Berufung treu sein.

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 22. Mai 2009 um 20:33 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Predigt KSB Südafrika abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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