Mission Kwasizabantu

Lebensbild: Jannine

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Mit zwei Geschwistern wuchs ich in einer christlichen Familie auf, wo der sonntägliche Gottesdienstbesuch obligatorisch war. Allerdings übte das keinen großen Einfluß auf mich aus. Trotz der christlichen Erziehung versuchte ich schon als Kind, meinen eigenen Willen, vor allem bei der Mutter durchzusetzen. Oft beugte sie sich meinen Wünschen, was allerdings dazu führte, daß ich begann, meine Umwelt zu tyrannisieren, sobald man nicht meinem Willen nachkam. Ich entwickelte mich mehr und mehr zu einem egozentrischen Kind.

Als ich zehn Jahre alt war, zogen meine Eltern in eine andere Gegend um, wo ich bald neue Freundinnen fand. Mit meiner ichbezogenen Art stieß ich bald auf großen Widerstand, besonders bei einem Mädchen, das mich in der Gruppe als eine Rivalin betrachtete. Ständig lagen wir infolgedessen in Zank und Streit, ja ich haßte sie sogar. Meine Gegnerin beeinflußte die anderen Mädchen sosehr, daß sie mich vom Spielen ausschlossen, mich anspuckten und tagelang nicht mehr mit mir redeten. Heimlich wandte ich mich dann Horrorfilmen zu, die ich mir in Abwesenheit meiner Eltern ansah. Die Folge davon waren Angstzustände und Alpträume. Bevor ich schlafen ging, untersuchte ich das Zimmer aus Angst, daß sich jemand versteckt hielt.

Das war aber noch nicht alles. Ich bekam schmutzige Jugendzeitschriften in die Hände und machte mit Zigaretten Bekanntschaft. Das alles hatte mir meine Mutter natürlich strengstens verboten. Aber weil das unter uns Jugendlichen üblich war, überrannte ich die mütterliche Warnung. Eines Tages besuchte ich mit einigen anderen Mädchen eine Freundin in der Wohnung ihrer Eltern. Sie hatte sich etwas Besonderes ausgedacht und holte einige Pornohefte, in die wir nur einen kurzen Blick werfen sollten. Das flüchtige Ansehen dieser schmutzigen Bilder hatte aber bei mir eine furchtbare Auswirkung. Jahrelang quälten mich die Bilder. Ich konnte sie nicht aus meinem Gedächtnis und inneren Auge vertreiben. Ich steigerte mich in meiner Verzweiflung in eine Todessehnsucht hinein, und immer öfter überfielen mich Selbstmordgedanken.

Mit zwölf Jahren brach eine Welt in familiärer Hinsicht zusammen, als uns meine Eltern vor die Tatsache stellten, sich zu trennen. Mit unserer Mutter zogen wir Kinder zur Großmutter. In der Folgezeit waren wir zwischen Vater und Mutter hin- und hergerissen. Anfänglich kümmerte sich mein Vater noch um uns Kinder, was sich jedoch änderte, als er uns seine neue Freundin vorstellte. Das Verhältnis meiner Eltern und die Tatsache, daß mein Vater außerdem noch Alkoholiker war, brachte unerträgliche Spannungen mit sich, die ich kaum verkraften konnte. Meine Hilflosigkeit und Enttäuschung ließ ich meine Mutter in Form von Verachtung und Haß spüren. Meinen Aggressionen ließ ich beim Hören von Rockmusik freien Lauf. Oft geriet ich darüber mit meiner Mutter zusätzlich in heftigen Streit. Die ganze Zerrissenheit meines Herzens verbarg ich nach außen, vor allem meinen Freundinnen gegenüber. Ich wirkte äußerlich lustig, innerlich aber war ich todunglücklich.

Je älter ich wurde, desto häufiger hatte ich massiven Streit mit meiner Mutter. Mein Herz war so verfinstert, daß ich Freude daran hatte, wenn ich meine Mutter zum Weinen bringen konnte. Sie litt unsagbar über meinem schlechten Benehmen, und unser gegenseitiges Verhältnis wurde mitder Zeit unerträglich. Meine Mutter sah keinen anderen Ausweg mehr als mich in ein Erziehungsheim zu geben. Zu diesem Zeitpunkt war ich l6 Jahre alt. Bevor es dazu kam, kniete ich mich in meiner Verzweiflung ans Bett und schrie zu Gott: „O Gott, wenn es dich gibt, so ändere bitte mein Leben!“ Und Gott erhörte dieses Gebet.

Kursänderung

Es kamen die Sommerferien. Meine Mutter hatte für diese Zeit geplant, mit mir zu einer christlichen Familienfreizeit zu fahren, die von einem Team der Mission Kwasizabantu veranstaltet wurde. Ich hatte absolut keine Lust dazu. Mein Interesse kreiste um Jungens und nicht um eine derartige Freizeitgestaltung. Schließlich gab ich aber nach und fuhr mit. Die Predigten von Missionar Friedel Stegen beeindruckten mich und gefielen mir. Dennoch zog es mich nach Hause. Meine Mutter versprach mir, meinen Wunsch nach einigen Tagen zu erfüllen. Doch in dieser Zeit fing Gott an, in mein Leben einzugreifen. In der dritten Nacht lief mein bisheriges Leben mit all meinen Sünden wie ein Film vor mir ab. Schweißgebadet wachte ich auf und wußte, daß ich vor Gott schuldig geworden war und vor ihm nicht bestehen kann. Zum ersten Mal in meinem Leben erfaßte mich eine tiefe Sündenerkenntnis. Bisher hatte ich die Schuld immer anderen zugeschoben, sie nie bei mir gesucht. Jetzt aber stand ich mit meinem sündhaften Leben im Lichte Gottes. Er stellte mich nun vor die Entscheidung, entweder mein altes Leben weiterzuleben oder es mit ihm in Ordnung zu bringen. Konnte es mir noch schlechter gehen als jetzt, überlegte ich. Konnte ich mit dieser erkannten Sündenlast weitergehen? Mir war klar, daß mein Leben im Verderben enden würde, wenn ich die falsche Entscheidung träfe. Und so entschied ich mich für den zweiten Weg. Es folgte ein seelsorgerliches Gespräch, bei dem ich all meine Schuld ans Licht brachte. Alles, was ich getan hatte, breitete ich in Gegenwart des Seelsorgers vor Gott aus und bat um Vergebung. Nach dem abschließenden Gebet fiel die ganze drückende Last von mir ab und statt dessen zog Freude, Frieden und eine Liebe zu Gottes Wort in mein Herz ein, was ich vorher nicht gekannt hatte. Früher hatte ich mich über Leute lustig gemacht, die in die Seelsorge gingen. Jetzt aber verstand ich, warum es nötig und hilfreich ist.

Diese Kursänderung in meinem Leben bewirkte ein Verlangen, nun auch Dinge zu ordnen bei Menschen, an denen ich schuldig geworden war. Dazu gehörten zunächst meine Eltern und dann viele andere, die unter meinem schlechten Benehmen gelitten haben. Außerdem unterzog ich allem, was Jesus nicht gefallen könnte, einer Prüfung und vernichtete dabei auch vor allem Cassetten mit Rock-Musik. Wie dankbar war ich, daß auch seitdem alle Ängste und Belastungen verschwunden waren. Künftig wollte ich ein Leben mit Gott führen. Und darauf freute ich mich.

Ungehorsam und seine Folgen

Eines hatte ich jedoch bei meinem „Großreinemachen“ vergessen. Aber Gott vergißt so etwas nicht. Und so tauchte eines Tages meine frühere Rivalin in meinem Gedächtnis auf. Ich wußte, daß Jesus von mir erwartete, sie persönlich aufzusuchen und mich für mein Verhalten zu entschuldigen. Damit stand ein großes Problem wie ein Berg vor meinen Augen. Selbst dorthin gehen, wo ich es doch auchmit den Eltern des Mädchens total verdorben hatte! Nein, das war zuviel verlangt. Dazu hatte ich keinen Mut. Eine angenehmere Möglichkeit wäre ja, einen Brief zu schreiben. Damit würde ich der Peinlichkeit einer Konfrontation entgehen. So ging es mir durch den Kopf. Im Grunde genommen war es die gleiche Taktik, die ich so oft schon bei meiner Mutter erfolgreich angewandt hatte – eine Taktik, mit der ich nun auch Gott überlisten wollte. Später würde ich mich dann für meinen Ungehorsam bei ihm entschuldigen.

Mein Gedanke wurde zur Tat und der besagte Brief geschrieben. Nun schien ja alles in Ordnung zu sein – dachte ich! Bald zeigte sich, daß dies nicht der Fall war. Seitdem war es um meinen inneren Frieden geschehen, meine Verbindung zu Jesus nicht nur gestört, sondern erreichte den Nullpunkt. Ich rechnete sogar mit der Möglichkeit, daß mich Gott eines Tages fallen ließ. Dieser Gedanke verstärkte sich noch durch eine Auseinandersetzung mit meinem Vater, nach der er mich nicht mehr als seine Tochter akzeptierte. Genauso meinte ich, würde es Gott auch tun.

Zu jener Zeit besuchte ich noch das Gymnasium. Nach außen hin trug ich immer noch meinen christlichen Glauben zur Schau, aber innerlich spürte ich eine abgrundtiefe Leere. Um dieses Vakuum zu füllen, stürzte ich mich in eine zwanghafte, unkontrollierte Fresserei. Heimlich frönte ich dieser Sucht, die man Bulemie nennt. Um nicht dick zu werden, erbrach ich das Essen immer wieder. Mein Leben drehte sich fortan nur noch um Essen und Erbrechen.

Nach dem Schulabschluß schenkte mir meine Mutter ein Flugticket nach Südafrika zum Besuch der Missionsstation Kwasizabantu, die mir ja von der Jugendfreizeit herbekannt war. Dort war ich beeindruckt von dem Leben der Mitarbeiter, das mit der gepredigten Botschaft übereinstimmte. Sie strahlten eine Liebe und Freude aus, nach der ich mich sehnte. Ich konnte bei ihnen ein Überwindungsleben mit Christus feststellen. Wie konnte ich das nachvollziehen? Nach einem erneuten seelsorgerlichen Gespräch schrieb ich noch einmal an meine ehemalige Rivalin. Aber auch jetzt kehrte der ersehnte Friede nicht in mein Herz zurück.

Es folgte meine Studentenzeit – ich wollte Lehrerin werden. Bald schloß ich mich einer Gruppe der Studentenmission an, deren Leiterin ich wurde. Insgesamt gesehen war aber diese Zeit eine Zeit der Kompromisse. Ein Beispiel dafür war, daß ich nun nicht mehr weltliche, sondern christliche Rock-Musik hörte. Viele Dinge machte ich unter einem christlichen Deckmantel. Immer mehr habe ich mich dabei selbst betrogen. Geistliche Blindheit war die Folge. Trotz allem suchte ich nach dem verlorengegangenen Frieden und nach einem erfüllten Leben, das ich dort auf der Missionsstation kennengelernt hatte. Mein Suchen konzentrierte sich auf verschiedene Gemeinden, die ich aber jedesmal enttäuscht verließ, weil ich nicht gefunden hatte, wonach ich verlangte.

Verlaufen im geistlichen Labyrinth

Nach einiger Zeit bekam ich Kontakt mit einer charismatischen Gemeinde. Bisher war ich den Charismatikern gegenüber eher zurückhaltend gewesen. Doch eines Tages lud man mich zu einer Worship-Konferenz ein. Es sollte ein Versöhnungsmarsch von Berlin nach Moskau stattfinden, 2000km zu Fuß, eine Strecke, die die deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg benutzten. Ziel des Marsches war, an den einzelnen Stationen zu evangelisieren und die Menschen um Vergebung zu bitten. Mir wurde berichtet, daß einige Menschen von einem solchen Marsch geisterfüllt zurückkamen. War hier nicht Gott am Werk? Kurz entschlossen entschied ich mich, der Einladung zu folgen. Allerdings fielen mir während des Marsches viele Dinge auf, die mir merkwürdig vorkamen. Zum Beispiel beteten wir gegen die Geister der entsprechenden Gegend und erklärten den bösen Mächten den Krieg. Dennoch machte ich alles mit. Ich wollte um jeden Preis etwas für Jesus tun.

Unter den Pilgern war auch ein junger Mann, der mir gefiel. Eigentlich wollte ich mich nicht vom Zweck dieses Marsches ablenken lassen und fragte deshalb die Leiterin um Rat. Sie erklärte, wenn dies Gottes Führung für mich wäre, würde der junge Mann in den nächsten Tagen mit einer Bestätigung auf mich zukommen. Nun bat ich Gott um mehrere Zeichen, um Klarheit in dieser Sache zu bekommen. Zeichen erhielt ich dann von verschiedenen Marschteilnehmern in Form von Visionen und Träumen. Am Ende des Marsches war ich fest davon überzeugt, daß sich diese Zeichen erfüllen und der junge Mann mein künftiger Ehemann sein würde. Die Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten. Ich kam weder geisterfüllt von dem Versöhnungsmarsch zurück, noch hatte ich keine Bestätigung des jungen Mannes erhalten. Einige Wochen später erfuhr ich, daß er sich mit einem anderen Mädchen angefreundet hatte. Ich konnte noch immer nicht glauben, daß die mir berichteten Visionen und Träume nicht von Gott gewesen sein sollten und war völlig verzweifelt.

Inzwischen schrieben wir das Jahr l994. Mit einer Studienkollegin fuhr ich nach England. Dort besuchten wir ihre frühere Gemeinde. Eine Frau erzählte von dem sogenannten Toronto-Segen in Kanada. Damals war mein innerer Zustand so, daß ich nur noch das Verlangen hatte, Klarheit und Frieden zu erlangen und den Willen Jesu zu erkennen. In dieser Gemeindeversammlung forderte man diejenigen auf, nach vorn zu kommen, die ein Gebet wünschten. Ich rannte nach vorn mit einer gewissen Angst im Herzen, möglicherweise eine okkulte Belastung davonzutragen, wovon ich schon gehört hatte. Aber nun war es zu spät. Eine Frau legte die Hände auf mich und betete. Dabei durchfuhr mich plötzlich ein gewaltiger Stromschlag, und ich sank benommen zu Boden. Eineinhalb Stunden lang stand mein ganzer Körper unter Spannung, mein Gesicht gelähmt. Mein Zeitgefühl war verschwunden. Ich konnte nur innerlich zu Gott um Hilfe schreien. Die Umstehenden hörte ich in einer emotionalen, hysterischen Weise für mich beten.

Zurückgekehrt nach Deutschland, wollte ich diesen Ort Toronto kennenlernen und kaufte mir kurz entschlossen ein Ticket. Niemand hatte ich von meinem Vorhaben erzählt. Dort angekommen, nahm mich eine Familie auf, die sich rührend um mich kümmerte. Was ich dann in den Gottesdiensten dieser Toronto-Gemeinde erlebte, übertraf meine bisherigen Vorstellungen. Menschen lachten, brüllten wie Löwen, fielen um und zitterten. Menschen gaben ihr Zeugnis, was mich überzeugte, daß Gott dies alles bewirkte, was hier vor sich ging. Instinktiv öffnete ich mich für dieses vermeintliche „Wirken“.

Am fünften Tag wurde ich während des Gottesdienstes von einer mir unerklärlichen Macht ergriffen und zu Boden geworfen. Stromstöße durchfuhren mich, und vor meinen Augen erschienen erschreckende Bilder. Während ich unaufhörlich schrie, betete ein „Prophet“ stundenlang für mich. Nachts im Bett bemerkte ich, daß sich eine Gestalt vom Fenster aus auf meine Brust setzte und mir die Kehle zuschnürte. In panischer Todesangst rief ich mit letzter Kraft den Namen Jesu an. Daraufhin verließ mich der Dämon.

Noch immer nahm ich an den Gottesdiensten teil. Dabei bekam ich starke Zitteranfälle. Es geschah auch, daß ich durch die Luft geschleudert wurde. Der Aufschlag war so gewaltig, daß Gottesdienstbesucher dachten, ich hätte mir das Rückgrat gebrochen. Geistlich war ich jedoch so verblendet, daß ich in dem Geschehen immer noch Gottes Hand sah, der mich nun befreien wollte. Mit dieser Hoffnung kehrte ich nach Deutschland zurück und zog in die Nähe der charismatischen Gemeinde, die ich durch den Versöhnungsmarsch kennengelernt hatte. Aber auch hier erlebte ich die gleichen Manifestationen wie in Toronto. Sie bildeten mehr und mehr den Mittelpunkt in den Gottesdiensten. Durch eine neue Lehre aus Amerika wurde die Gemeinde immer mehr angeheizt, große Geldsummen zu spenden, wobei ich mich selbst in hohe Schulden verstrickte.

All diese Erfahrungen brachten mich jedoch nicht zu einer nüchternen Beurteilung. Nach wie vor glaubte ich, mein Handeln und die Vorgänge in der Gemeinde wären richtig. Ich war total verblendet. Mit meiner Mutter gab es bei den Diskussionen über Glaubensfragen ständig Kontroversen. Infolgedessen glaubte ich, Gott würde von mir erwarten, daß ich den Kontakt zu meiner Familie und zu meinen Freunden abbrechen sollte, was ich auch tat. Meine Mutter, die mit der Mission Kwasizabantu in Verbindung stand, bat dort immer wieder um Fürbitte für mich.

Es war im Jahr l996, als mir während des Gottesdienstes bewußt wurde, welch ein verhärtetes Herz ich hatte. Die Bibelstelle in Hesekiel 36,26 kam mir dabei in den Sinn, wo es heißt: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“ Danach fing ich an, die Bibel intensiver zu lesen. Die Gemeindeleitung und auch meine Seelsorgerin reagierten auf mein neues Verhalten sehr kühl. Sie meinten, ich würde eine fromme Show abziehen und wäre nicht ehrlich. Ich solle doch dann lieber in die Welt zurückgehen, erklärte die Seelsorgerin.

Wie benommen und in Panik kam ich nach Hause. Hatte mich Gott verlassen? Warum konnte ich nicht so ein glückliches Leben führen, wie ich es in Südafrika erlebt hatte? Sollte ich nicht lieber mit dem Glauben Schluß machen? Aber dann dachte ich eines Nachmittags an den verlorenen Sohn. Ich erinnerte mich an einen Satz, den mir Erlo Stegen damals bei meinem Besuch auf der Missionsstation gesagt hatte: „Du bist wie der verlorene Sohn, der zurückkommt.“ Und dieser Satz bewahrte mich davor, einen törichten Entschluß zu fassen. An diesem Nachmittag kapitulierte ich vor Gott und bat ihn, mir den Grund meiner Ängste zu zeigen. Das war das erste Mal in all den vielen Jahren, daß ich bereit war, Gott zu mir reden zu lassen. Vorher hatte ich immer Angst, daß er mir etwas zeigen würde, was ich nicht tun wollte. Und da war es wieder! Mir fiel der Ungehorsam gegenüber meiner ehemaligen Rivalin ein. Noch am gleichen Tag beschloß ich, sie persönlich aufzusuchen. Danach waren die Stimmen in meinem Innern verstummt, die mir immer wieder sagten, daß ich in die Hölle fahre. Ich fühlte mich auch von all den anderen Belastungen völlig befreit. Seitdem wußte ich, daß Gott von uns erwartet, auch im Kleinsten gehorsam zu sein, auch wenn uns eine Sache lächerlich und peinlich erscheint. Die vergangenen Jahre hatte ich aus eigener Kraft versucht, Gott zu gefallen. Jetzt sehnte ich mich nach einer echten Beziehung zu ihm.

Beginn eines neuen Lebens

Von diesem Zeitpunkt an bekam mein Leben eine neue Wende. Ich hatte nun den Wunsch, nach meiner Ausbildung eine Freizeit mit dem Team von Erlo Stegen zu besuchen. Die Botschaft der Erweckung traf mich wieder ganz neu im Herzen. Das Leben der Menschen in der Erweckung, das in Übereinstimmung mit der Bibel steht und von denen berichtet wurde, war Zeugnis genug dafür, daß ich gefunden hatte, was ich überall suchte.

Heute, nach dreieinhalb Jahren kann ich bezeugen, daß mich Gott in seiner großen Gnade wirklich freigemacht hat. Er hat die Jahre des Elends in ein neues Leben verwandelt.

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Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 13. September 2007 um 02:18 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Lebensbilder abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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